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18.06.2020

Juli 2020 | PB | Trinationaler Virtual Fires Congress erstmals erfolgreich online veranstaltet ...

Besucher feiern 15 Jahre digitale Pionierarbeit in der Gefahrenabwehr im hybriden Eventformat ...


Das Auditorium der Virtual Reality ( VR ) Umgebung „CyberCinity“ als digitaler Veranstaltungsort des #VFC20d; Bildrechte: imsimity

Nachbericht | VDC TZ St. Georgen | imsimity Gmbh

Trinationaler Virtual Fires Congress erstmals online – Besucher feiern 15 Jahre digitale Pionierarbeit in der Gefahrenabwehr

  • Browserbasiert, virtuell und interaktiv war die Veranstaltung des Virtual Fires Congress 2020
  • Teilnehmer waren eingeladen, die neue Virtual Reality Kollaborations-Plattform „CyberCinity“ kennenzulernen
  • State of the art der digitalen Einsatzsimulation und roboterunterstützten Realeinsätze vorgestellt
  • Forschung zu künstlich intelligenten Systemen im Feuerwehr- und Rettungswesen als fachlicher Schwerpunkt

Beim >> Virtual Fires Congress (VFC) am 16. und 17. Juli 2020 konnte sich zum 15. Mal ein Fachpublikum aus dem Feuerwehr- und Rettungswesen sowie dem Zivil- und Katastrophenschutz über die neusten digitalen Entwicklungen austauschen.

 

>>> kplt. Bericht als PDF Downoad...

 

Das Hauptthema des diesjährigen Programms: "Künstliche Intelligenz (KI) für Feuerwehr und Katastrophenschutz​ – wie selbstlernende Systeme Rettungskräfte unterstützen könn(t)en" lockte zahlreiche Teilnehmer ins Word Wide Web. Denn aufgrund der Corona-Pandemie fand das Symposium erstmals komplett virtuell statt.

Die Referenten und Teilnehmer konnten sich mit einem Avatar auf der Virtual Reality Plattform "CyberCinity" registrieren, sich in der 3D -modellierten Expo bewegen, verschiedene Fachaussteller sowie das VFC Auditorium besuchen.

 

Veranstaltung hat im Herzen des Schwarzwalds seine Heimat gefunden

Seit nunmehr 15 Jahren organisiert ein Team rund um den Initiator Martin Zimmermann, der mit seinem IT-Unternehmen >> imsimity im Technologiezentrum St. Georgen im Schwarzwald ansässig ist, die zweitägige Veranstaltung.

"Ich freue mich, dass erneut Gäste aus der ganzen Welt unserer Einladung gefolgt sind", sagte >> Martin Zimmermann bei seiner Begrüßungsrede in seiner Funktion als Vorstand des Virtual Dimension Center St. Georgen. „Der erste Kongress im Jahre 2006, der mit nur 19 Teilnehmern von statten ging, war noch ein ziemlich exotisches Unterfangen mit einem gewagten technologischen Ausblick. Die virtuelle Realität hat damals noch in den Kinderschuhen gesteckt, die Zukunftsprognosen waren fraglich. Was uns heute sehr stolz macht, ist die Tatsache, dass die Digitalisierungstechnologien zwischenzeitlich bei den Einsatzkräften angekommen sind.“

Beim anschließenden Jubiläumstalk anlässlich des 15. VFC kamen verschiedene Repräsentanten aus Gefahrenabwehr, Forschung und Politik zu Wort. Der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU Bundestagsfraktion >> Thorsten Frei sprach von einer großen Pionierleistung für den digitalen Wandel im Katastrophenschutz.

Ernst-Peter Döbbeling, Professor an der >> Hochschule Furtwangen und langjähriger Moderator des Virtual Fires Congress, sagte im Hinblick auf die Ausbildung, das innovative Kongressformat sei sehr wichtig für die Nachwuchsförderung.

Ulrich Grüneisen, Präsident des European Council of Desaster Medicine und Vizepräsident der >> Deutschen Gesellschaft für Katastrophenmedizin, erläuterte die Bedeutung der trinational vernetzenden Veranstaltung für die Medizin: Die Künstliche Intelligenz biete Möglichkeiten, um die medizinische Ausbildung zu perfektionieren – und das teilweise ohne Trainieren am real simulierenden Patienten und ohne aufwendige, mühsame „Materialschlachten“. Er bemerkte dabei aber auch kritisch, dass dabei vielleicht mancher Schritt zu weit gehen könnte.

>> Albrecht Broemme, Ehrenpräsident des THW, war von einem Einsatz in Griechenland zugeschaltet und ließ es sich nicht nehmen den Teilnehmern die Umsetzung des Digitalisierungspotenzials im Katastrophenschutz nahe zu legen.

Bürgermeister der >> Stadt St. Georgen, Michael Rieger betonte die hervorragende Zusammenarbeit mit dem Organisationsteam des Virtual Fires Congress. Seine Stadt sei sehr stolz darauf so eine hochkarätige Fachtagung in ihrer Veranstaltungsreihe zu haben, die über Ländergrenzen hinweg den digitalen Fortschritt in der Gefahrenabwehr darstellt.

 

Die reale Welt mit den digitalen Möglichkeiten optimal ergänzen

Das Vortragsprogramm startete mit der Keynote Speach von Kai Holtmann und präsentierte die Aktivitäten in der Schweiz zum Thema Robotik für die Katastrophenhilfe der Zukunft. Der stellvertretende Leiter des Schweizer Drohnen- und Robotik-Zentrums als Teil des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport beeindruckte mit einem umfassenden Einblick in das >> Forschungsinstrument ARCHE (Advanced Robotic Capabilities for Hazardous Environments), mit dem sowohl die Anwendungstauglichkeit als auch der Technologiereifegrad von Drohnen und Robotern untersucht wird.

Ein weiterer Beitrag aus der Schweiz kam von Rayko Bundalo, der die neuen Einsatzmöglichkeiten der Drohne Elios 2 vorstellte. Mit ihr können in schwer zugänglichen Bereichen sicherer Inspektionen mit Drohnen durchführt werden.

Über den aktuellen Entwicklungsstand im Bereich Rettungsrobotik, KI und Learning Analytics in Deutschland berichteten >> Dr.-Ing. Ivana Kruijff-Korbayová vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), >> Prof. Dr.-Ing. Andreas Wenzel vom Fraunhofer IOSB sowie >> Prof. Dr. Dirk Ifenthaler von der Universität Mannheim.

Sebastian Rammert vom Safety Innovation Center in Paderborn erläuterte das Projekt „Integrierte Sicherheits-Pilot-Region“ >> INSPIRE, welches zur Vernetzung innovativer Technologien für die gesamte zivile Gefahrenabwehr beitragen soll. Und >> Stephan Truthähn von der hhp GmbH - aus Mallorca zugeschaltet - referierte über die Plattform „Futura Heartbeat City“, die für einen interdisziplinären Dialog für die Zukunft der öffentlichen Sicherheit zur Verfügung stehen soll.

Die trinationale Runde erweiterte Hauptbrandmeister Michael Buchbauer vom Oberösterreichischen Landes-Feuerwehr Kommando. Er betreibt aktuell das Entwicklungsprojekt >> “VR Home Training”. Seit mehreren Jahren wird bei verschiedensten Lehrgängen des OOELFV der Unterricht mit einer interaktiven virtuellen Umgebung ergänzt. Ziel ist dabei, Optionen zu finden, welche es den Feuerwehrmitgliedern ermöglicht auch außerhalb der Landes-Feuerwehrschule kleinere Trainings für Einsatzszenarien durchzuführen.

Ein weiteres Highlight des VFC war der lebendige Beitrag von >> Paul Speight vom Leicestershire fire and rescue service in Großbritannien. Er zeigte wie Photogrammmetrie und Virtuelle Realität ein fester Bestandteil beim „Fire Fighting Training of the Future“ werden soll.

Den Abschluss des spannenden Vortragstages machte kein geringerer als Digital-Vorantreiber, Direktor der Feuerwehr Dortmund, Präsident der Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes e.V. (vfdb) und Koordinator Forschungsverbund des Deutschen Rettungs-Robotik-Zentrums, >> Dirk Aschenbrenner. Er erklärte die Hemmnisse bei der Umsetzung von Innovationen für die zivile Gefahrenabwehr und hob hervor, dass es an der Zeit ist für eine starke Interessensgemeinschaft von Experten für einen höheren Innovationsgrad in den Bereichen Schutz, Rettung und Sicherheit.

 

Rahmenprogramm mit Austausch und Hackathon

Die anschließende Diskussionsrunde zeigte das enorme Potenzial, welches die Teilnehmer beim Einsatz digitaler Technik sehen.

Hybride Trainings, Schulungen oder Messen, wo ein Teil der Veranstaltung online und ein Teil real durchgeführt wird, werden wohl das Format der Zukunft darstellen – speziell in Zeiten von Corona, wo nie sicher ist, ob das Zusammenkommen vor Ort stattfinden kann“, stellte Martin Zimmermann fest.

Am zweiten Kongresstag machten sich die Teilnehmer auf, um digitale Lösungen für eine Triage-Situation in der virtuellen Realität und selbstlernende Trainingssysteme für das Bedienen einer Rettungssäge zu entwickeln.

In Form eines „XR-AI-Hackathons“ wurden in Gruppen Ideen gesammelt und ein prototypisches Szenario aufgezeigt, welches den Teilnehmern dann zur Diskussion präsentiert wurde.

 

Den Live-Mitschnitt des Vortragsprogramms des #VFC20d finden Interessierte auf der >> Youtube-Seite von imsimity: Link…

 

Das Veranstaltungsteam freut sich auf die 16. Auflage des Virtual Fires Congress am 1. und 2. Juli 2021. Das Schwerpunktthema wird „Big Data und Smart Home – Bedeutung, Risiken und Nutzung in der zivilen Gefahrenabwehr“ sein.

 

Weitere Impressionen auf allen sozialen Netzwerken:

#VFC20d   #virtualfires   #cybercinity   #bockaufdigitales  #imsimity  

 

 


Dateien:
VFC20d_AGENDA_Do_160720_final_verr.pdf2.1 M
200721_PM_virtualfirescongress_VDCTZ_imsimity_bz_fin.pdf1.7 M